Augenkrankheiten

Farbblindheit

Die Farbblindheit ist zwar keine Krankheit, die dem Betroffenen im Laufe seines Lebens große Schwierigkeiten bereitet, dennoch hat das Farbsehen eigentlich einen lebenswichtigen Sinn. In den Anfängen der Menschheitsgeschichte war das Farbsehen nämlich von immenser Bedeutung. Schließlich mussten unsere frühen Vorfahren ihre Nahrung noch in der Natur suchen. Und das Erkennen von verschiedenen Farben war hier äußerst hilfreich beim Erkennen und Unterscheiden von Beeren, Kräutern, Blüten. So konnte man die Arten verschiedener Nahrungsmittel besser auseinander halten und beispielsweise auch besser feststellen ob ein bestimmtes Nahrungsmittel giftig oder noch unreif war. In der heutigen Zeit besteht die einzige Gefahr der Farbblindheit darin, dass es dadurch im Straßenverkehr (z.B. Ampel) zu Problemen kommen kann.

Bei der Farbblindheit wird zudem noch unter Farbsehschwäche und Farbenblindheit unterschieden. Bei einer Farbsehschwäche werden nur bestimmte Farben von dem Betroffenen nicht richtig erkannt. Meist handelt es sich hier um eine Rot-, Grünschwäche. 

Von einer Farbsehschwäche oder einer Farbenblindheit sind mehr Männer als Frauen betroffen. Das liegt daran, dass dieser Fehler über das X-Chromosom vererbt wird. Und da Frauen nun mal über zwei X-Chromosomen verfügen, kann ein eventueller Defekt durch das andere, gesunde Chromosom ausgeglichen werden. Bei Männern ist dies nicht der Fall, und deswegen tritt die Farbblindheit bei ihnen auch viel häufiger auf. Bei einer Farbsehschwäche werden besonders Rot- und Grüntöne nicht richtig erkannt. Bei einer Farbenblindheit können gar keine Farben wahrgenommen werden. Der Betroffene nimmt seine Umwelt nur noch in Schwarz, Weiß und Grautönen wahr.

Neben der genetischen Ursache kann die Farbblindheit auch durch andere Gründe ausgelöst werden. So kann es zum Beispiel im Laufe einer Erkrankung mit dem grauen Star zu einer Einschränkung beim Farbsehen kommen. Außerdem kann eine Farbsehschwäche auch durch Medikamente ausgelöst werden, die über einen langen Zeitraum eingenommen worden sind. 

Maßnahmen zur Behandlung einer Farbsehschwäche sucht man vergebens. Besonders wenn es sich um eine angeborene Farbblindheit handelt kann man therapeutisch rein gar nichts machen. Nur sehr selten gibt es Fälle, bei denen eine Farbblindheit (nur wenn sie keine genetischen Ursachen hat) wieder rückgängig gemacht werden kann.