Linsentypen

Nachtlinsen

Das Tragen von Kontaktlinsen ist ja nun schon ein „alter Hut“. Egal ob man unter Kurzsichtigkeit oder Weitsichtigkeit leidet, für jede Sehschwäche werden die passenden Kontaktlinsen angeboten. Auch beim Tragekomfort kann man mittlerweile aus einer Vielzahl von Linsenarten auswählen. Harte Linsen, weiche Linsen oder besonders atmungsaktive Linsen, für jeden Kontaktlinsenträger wird immer das passende Paar gefunden. 

 

Die Nachtlinsen sind nun aber eine völlig neue und vollkommen andere Art von Kontaktlinsen. Zuerst einmal muss man sagen, dass diese neuartigen Nachtlinsen nur für Personen mit Kurzsichtigkeit geeignet sind. Nur diese Art der Fehlsichtigkeit kann mit den Nachtlinsen korrigiert werden. 

 

Das Prinzip der Nachtlinsen ist im Grunde leicht erklärt. Die Nachtlinsen werden vor dem zu Bett gehen in die Augen eingesetzt. Die Nachtlinse ist eine harte, sehr sauerstoffdurchlässige Linse. Die Linse bleibt nun die ganze Nacht hindurch im Auge und beeinflusst in dieser Zeit die Form der Hornhaut (die Hornhautverkrümmung). Somit ist der Sehfehler, in diesem Fall die Kurzsichtigkeit, für einen bestimmten Zeitraum behoben. Das bedeutet, dass der Effekt den die Nachtlinse während des Tragens auf die Hornhaut ausübt, etwa 16 Stunden anhält. Das bedeutet, dass der Benutzer von Nachtlinsen am kommenden Tag quasi ohne Sehhilfe ganz normal sehen kann. 

 

Der Effekt den man mit diesen Nachtlinsen erzielen kann, tritt jedoch nicht gleich nach dem ersten Tragen ein. Man muss die Nachtlinsen erst etwa eine Woche (über Nacht) getragen haben, damit sich der Einfluss der Linsen auf die Augen bemerkbar machen kann. 

 

Die harten Nachtlinsen müssen von einem Spezialisten angefertigt, und individuell auf das Auge des Betroffenen angepasst werden. Schließlich ist die Stärke der Sehschwäche von Mensch zu Mensch, und meist auch von Auge zu Auge unterschiedlich.